Vielleicht ist Ihnen während eines Segelurlaubs an Bord einer The Moorings- oder Sunsail-Yacht aufgefallen, dass Sie die Yacht mit elektronischen Instrumenten navigieren, die das Raymarine-Logo tragen.
Dies gilt nahezu ausnahmslos für alle unsere Einrumpfboote und Katamarane weltweit — und beschränkt sich nicht nur auf Charteryachten, denn Raymarine ist schlicht und einfach der Marktführer.
Um zu verstehen, wie Raymarine diesen Erfolg erreicht hat, müssen wir einen Blick in die Geschichte werfen.
Raymarine ist seit vielen Jahren in irgendeiner Form auf Yachten präsent — beginnend im Jahr 1923 mit dem Tiefenmesser der Marke Raytheon. Hier ist der wunderbar benannte Fathometer. Eine Fathom (Faden) entspricht 6 Fuß und leitet sich von einer anatomischen Maßeinheit ab: dem Abstand zwischen den Fingerspitzen der Mittelfinger bei ausgestreckten Armen. Übrigens: Einige Papierkarten der Britischen Jungferninseln zeigen die Wassertiefen noch immer in Fathoms!
Als ich Mitte der 70er Jahre mit meiner Familie segelte, nutzten wir einen recht einfachen, am Pinnenaufsatz montierten Autopiloten von Autohelm — einer Marke, die später von Raymarine übernommen wurde. Unser Autopilot hieß liebevoll „George“ und wurde in gleichem Maße geliebt wie gehasst. Als Kind lernte ich einige nützliche Schimpfwörter, indem ich den Gesprächen zwischen meinem Vater und „George“ lauschte.
Der clevere britische Erfinder, der George das Leben einhauchte, entwickelte später ein System, das es Navigationsinstrumenten ermöglichte, miteinander zu kommunizieren und sich zu vernetzen. Dieses digitale Kommunikationsprotokoll heißt SeaTalk und wird von Raymarine noch heute verwendet.
Raymarine nutzte das SeaTalk-System besonders wirkungsvoll mit der äußerst erfolgreichen ST-Serie, die den meisten Bootsfahrern bekannt sein dürfte. Diese Instrumentenanzeigen sind darauf ausgelegt, folgende Daten anzuzeigen: Geschwindigkeit, Tiefe, Wind, Am-Wind-Kurs, Kompass, Ruderwinkel, Tri-Data und Repeater.
Heutzutage sind die moderneren i70-Instrumente weniger spezialisiert und bieten viele Funktionen auf einem einzigen Panel — dank eines vollfarbigen, extrem hellen 4-Zoll-LCD-Bildschirms, der auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar ist. Dank ihrer einfachen Anpassbarkeit lassen sich die Geräte so konfigurieren, dass sie eine Vielzahl von Daten anzeigen, darunter Tiefe, Geschwindigkeit, Wind und vieles mehr.
Das i70 Multifunktions-Instrumentendisplay von Raymarine ist nicht nur mit den älteren SeaTalk-Netzwerken kompatibel, sondern funktioniert auch mit den aktuellen SeaTalkng-Netzwerken der neuesten Generation.
Das Raymarine i70 lässt sich bemerkenswert einfach an die eigenen Bedürfnisse auf dem Wasser anpassen — ob beim Regattasegeln, auf Fahrtentörn oder einfach zum Vergnügen.
Darüber hinaus kann die Anzeige auf traditionelle Analogzifferblätter umgestellt werden, um Motorinformationen und Tankfüllstände anzuzeigen. Das i70 ist das digitale Schweizer Taschenmesser für Segler.
Das ist weit entfernt von „George“.
Der Grund, warum unsere Boote mit Raymarine ausgestattet sind, ist einfach: Die Geräte sind benutzerfreundlich, Ersatzteile sind weltweit erhältlich, und sie lassen sich modular aufrüsten. Kurz gesagt: Sie funktionieren.
Das größte Problem mit Technologie ist, dass sie sich rasend schnell weiterentwickelt. Erst die VHS-Videokassette, dann DVD/Blu-Ray, dann Digital, dann die Cloud. Die Yachtindustrie mag tief in der Tradition verwurzelt sein — bei der Elektronik an Bord jedoch innoviert sie in einem bemerkenswert hohen Tempo.
Aus diesem Grund ist das elektronische Navigationspaket das mit Abstand häufigste Upgrade, das unsere Käufer für ihre schöne Yacht in Auftrag geben. Was beim Launch der Yacht vor 4 oder 5 Jahren noch dem neuesten Stand der Technik entsprach, wirkt heute erstaunlich schnell veraltet. Wenn jedoch aufgerüstet wird, geschieht dies fast immer mit einem weiteren Raymarine-Produkt. Raymarine ist ein Unternehmen, das kontinuierlich innoviert und in der Bootsfahrer-Community hohes Ansehen genießt. Andere Wettbewerber wie Garmin und B&G existieren durchaus — wir stellen jedoch schlicht fest, dass Raymarine am besten funktioniert.
Auf ein weiteres Jahrhundert Raymarine-Geschichte also — und wer weiß, vielleicht werden wir eines Tages alle ein holografisches Besatzungsmitglied und einen Freund namens „George“ an Bord haben.
Von Richard Vass – Yacht Broker bei The Moorings seit 2003.
richard
Richard Vass first moved to the British Virgin Islands 26 years ago, working for both Sunsail and The Moorings during this time. Richard’s family are keen sailors and his introduction to yachts began at an early age, sailing from England to France, Spain and Portugal every summer. Working as a Yacht Broker for the Moorings since 2003, and having sold roughly 1000 yachts, he is one of the longest serving and most experienced brokers in the industry. Drawing on his knowledge of charter yachts, passion for sailing, and his local knowledge, you’ll find Richard a friendly chap who is happy to explain the brokerage process as well as help you find your dream yacht.
