Besuchen Sie eine beliebige Facebook-Gruppe oder ein Internetforum zum Thema Segeln und fragen Sie, welcher Ankertyp der beste ist — schon finden Sie sich mitten in einer lebhaften Diskussion wieder. Seit der Frage „Katamaran vs. Einrumpfboot“ haben Sie eine solch leidenschaftliche Debatte unter Seglern nicht mehr erlebt!

Der von The Moorings gewählte Anker

Also, welcher Anker ist der beste? Da werde ich mich nicht auf das glatte Eis wagen! Die Ankertechnologie hat sich enorm weiterentwickelt seit der Zeit, als ein Dutzend kräftiger Matrosen eine Ankerwinde bedienen mussten, um einen riesigen Admiralitätsanker mit Flunken hochzuhieven. Die meisten Fahrtenyachten setzen heute auf einen Hauptanker in Pflugscharform (Delta, Rocna, Bruce, Mantis), während als Zweitanker häufig ein leichter Flunkenanker (Danforth oder Brittany) zum Einsatz kommt. Anker werden, wie viele andere Dinge auch, oft nach ihrer Marke oder ihrem Hersteller benannt. Diese Anker sind einfach zu setzen und bieten auf vielen Bodenarten zuverlässigen Halt. Das Ankern wurde durch die weite Verbreitung elektrischer Ankerwinden zur Aufnahme von Anker und Kette noch weiter vereinfacht.

Die Gebrauchtboote der The-Moorings- und Sunsail-Flotten verwenden den bewährten Delta-Anker, der durch sein schnell greifendes Design und seinen zuverlässigen Halt auf den sandigen Böden überzeugt, wie sie in Chartergebieten häufig anzutreffen sind. Diese Hauptanker sind mit mehreren Dutzend Metern Kette verbunden, um den Halt noch weiter zu erhöhen. Ein Zweitanker vom Typ Brittany (Flunkenanker) ist für den Fall vorgesehen, dass zwei Anker benötigt werden oder der Hauptanker verloren geht.

Neue Designs

In den letzten Jahren haben einige Hersteller neue Ankerdesigns entwickelt, die noch schneller greifen (und wieder greifen) und auf Fahrtenyachten zunehmend beliebt geworden sind — allen voran Rocna und Mantis. Bei einer Fahrt durch die Bahamas und entlang der Ostküste an Bord meiner Yacht war ich mit einem Rocna-Anker ausgerüstet. Ich fand ihn auf allen Bodenarten außerordentlich zuverlässig — von Schlamm bis Sand und sogar auf hartem Untergrund, in dem er kaum eindringen konnte. Besonders beeindruckt war ich beim Ankern in den Marschgebieten von Georgia mit 3 Meter-Umkehrgezeiten, wo sich der Anker alle sechs Stunden beim Wechsel der Strömung mit dem Tidenwechsel zuverlässig neu setzte. Oops — da bin ich wohl doch auf das glatte Eis geraten!

Richtige Ankertechnik

Unabhängig davon, welchen Anker Sie für Ihr Boot wählen — ob das mitgelieferte Serienmodell oder ein Upgrade — ist die richtige Ankertechnik unerlässlich. Als Faustregel gilt: Legen Sie je nach den erwarteten Bedingungen genügend Scope aus — ein Verhältnis von 5:1 für eine reine Kettenanlage oder 7:1 oder mehr für eine Kombination aus Kette und Leine. Wenn Sie also in den Exumas bei 3 Metern Wassertiefe mit einer reinen Kettenanlage ankern, sollten Sie mindestens 15 Meter ausgeben. Vergessen Sie dabei jedoch nicht, die Höhe des Bugankers über der Wasserlinie einzurechnen: Wenn Sie bei 3 Metern Wassertiefe ankern und der Anker 1,2 Meter über der Wasserlinie sitzt, benötigen Sie etwa 21 Meter Scope.

Weitere Hinweise

Denken Sie daran, die örtlichen Ankervorschriften zu beachten — auf den BVI beispielsweise haben viele Inseln ein System mit Festmachebojen eingeführt. Und achten Sie bitte stets auf den Untergrund, über dem Sie ankern. Korallenriffe etwa können durch einen Anker und eine Kette, die darauf fallen oder darüber schleift, irreparabel beschädigt werden. Abgesehen davon: Genießen Sie Ihr Boot und entdecken Sie all die wunderschönen Ankerplätze, die darauf warten, von Ihnen erkundet zu werden!

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